29. September 2009 – News
Wiesbaden, den 29. September 2009 - Technologisch orientierten Unternehmensgründern misslingt es häufig, Außenstehenden den Leistungskern ihrer Geschäftsidee zu erklären. PotenzielleInvestoren können sich so oft kein ausreichendes Bild für ihr Engagement machen. Dies trägt maßgeblich zu einem sehr knappen Finanzrahmen in der Start-Phase bei. Darauf weist jetzt das Forum Kiedrich hin. Als Gründer- und Mentorennetzwerk mit mehr als einem Dutzend Jahren an Erfahrung bietet das bundesweit tätige Forum regelmäßig Workshops und Seminare an, die Gründern helfen, ihre Geschäftsidee verständlich zu formulieren.
„Wer mit der Entwicklung oder Anwendung neuer Technologien Geld verdienen will, stößt in Deutschland auf ein Umfeld, das technischen Möglichkeiten mit relativ großer Skepsis gegenüber steht. Viele Ansprechpartner machen sich erst gar nicht die Mühe, eine technische Lösung zu verstehen. Das sollten Gründer als Herausforderung annehmen“, sagt Forum-Geschäftsführerin Claudia Erben. In den forschungs- und beschäftigungsrelevanten Zukunftsindustrien wie Bio- und Medizintechnologie und zum breiten Spektrum der Nutzung von Nano-Verfahren führe die technik-kritische Haltung dazu, dass sich die Besten unter den Gründern sehr schnell an den internationalen Markt wenden. Weniger ambitionierte Projekte
kämen erst gar nicht zum Laufen. „Das schadet unserem Wirtschaftsstandort“, meint Claudia Erben.
Analysen des Zentrums für interdisziplinäre Risikoforschung und nachhaltige Technikgestaltung der Universität Stuttgart zufolge mangelt es oft auch bei Entscheidern sowohl am Wissen über physikalische, mathematische oder ingenieurseitige Sachverhalte wie auch daran, mit Technikfolgefragen vertraut zu sein. Bei der Abschätzung eines Technologieeinsatzes außerhalb des Alltäglichen werden hierzulande ausgeprägter als in vielen anderen Industrienationen vor allem mit Bezug auf mögliche Umwelt- und Gesundheitsschäden eher Gefahren heraufbeschworen als Chancen gesehen. Es fehle an Eliten, die dieser grundsätzlichen Skepsis ein in der Gesellschaft breit akzeptiertes technikfreundliches Leitbild entgegen setzen. „In diesem Klima kann sich ein technologieorientierter Gründer nur bemerkbar machen, wenn er den außerordentlichen Nutzen seiner Produkte oder Dienstleistungen beschreibt. Unser Angebot, im Wege sogenannter Gründermärkte Gründer mit interessierten Mentoren in Kontakt zu bringen, ist hierfür ein Stück Brückenbau“, beschreibt Erben den Ansatz des Forum Kiedrich.
Der nächste Workshop zum Thema „High-Tech Geschäfte erfolgreich kommunizieren“ findet am 20. November 2010 statt und richtet sich an bisherige Teilnehmer eines Gründermarktes. Der nächste Forum Kiedrich Gründermarkt wird ganztägig am Samstag, den 06. Februar 2010 durchgeführt.
Über Forum KIEDRICH:
Das Forum Kiedrich ist eine seit 1997 auf dem Gebiet innovativer Technologien tätige Gründerinitiative, die bundesweit junge Unternehmen mit Know-how-Transfer, Mentoren und Business Angels unterstützt. Ihre beiden Gesellschafter, Klaus C. Plönzke und Jürgen Fuchs, gehören zu den Initiatoren. Forum KIEDRICH ist seit 2001 als GmbH eingetragen und finanziert sich maßgeblich aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der P&I Personal und Informatik AG als Hauptpartner sowie der CSC Deutschland Solutions GmbH, dem High-Tech Gründerfonds, der Landeshauptsstadt Wiesbaden, der Plönzke Holding AG und der Agentur Storymaker. 2mal jährlich führt Forum Kiedrich einen bundesweit ausgerichteten Gründermarkt durch, auf dem innovative Start-ups ihr Geschäft vorstellen.
Claudia Erben
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